Praxisbuch Web 2.0 für den Fremdsprachenunterricht – ein sehr empfehlenswertes Buch.

In Kürze erscheint beim Verlag Werner Hülsbusch ein neues Sammelwerk, das wohl ein neues Standardwerk für PädagogInnen (die sich für den Einsatz von Web 2.0-Technologien im Fremdsprachenunterricht interessieren) werden könnte. Herausgegeben von einem guten Freund und inspirierenden Kollegen, Jürgen Wagner (@wagjuer, Blog von Jürgen) und einer lieben Kollegin, Verena Heckmann (Blog von Verena), bietet dieses Werk extrem hilfreiche Einblicke in die didaktisierte Welt von Web 2.0 und besteht vor allem aus Best-Practice-Beispielen für den Fremdsprachenunterricht (Englisch, Französisch, Spanisch, etc.). Das Werk dürfte im Herbst erscheinen.

Auch ich verfasste einen Artikel, der sich mit der Frage des Reflektierens und Kollaborierens mit Hilfe von Todaysmeet (www.todaysmeet.com) – einer Backchannelling-Anwendung – beschäftigt. Ich kenne sehr viele AutorInnen persönlich und weiß ihr Engagement und ihre tolle Expertise im Bereich von Web 2.0 sehr zu schätzen. Endlich ein Werk, das die PraktikerInnen vereint, die sich wirklich mit den Tools in realistischen Classroomsettings auskennen! Unter ihnen: Andreas Hofer, ein absoluter Google-Apps, Mobile Learning und Mash-up-Spezialist. Die AutorInnenliste liest sich fast wie das Who-is-Who der Web-2.0.-FremdsprachendidaktikerInnen, wie zum Beispiel Uwe Klemm,
Ulrike Montgomery, Christophe Jaeglin, Alet Conradie und Justyna Sobota, um nur einige zu nennen.

Ich habe schon einige Artikel vorab lesen dürfen und kann mit bestem Wissen und Gewissen eine Kaufempfehlung abgeben.

Das Inhaltsverzeichnis gibt es vorab unter: http://juergen-wagner.info/pb/

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11 thoughts on “Praxisbuch Web 2.0 für den Fremdsprachenunterricht – ein sehr empfehlenswertes Buch.

  1. Lieber Kollege,
    glauben Sie ernsthaft, ich könnte mich als interessierter DaF-Lehrer durch das Werk eines Kollegen inspirieren lassen, der sich ganz offensichtlich dem Ausverkauf – Sie würden wahrscheinlich “sale out” sagen – der deutschen Sprache verschrieben hat? Sie sind vielleicht ein “Google-Apps, Mobile Learning und Mash-up-Spezialist”, aber mit der Rechtschreibung hapert es etwas, und finden Sie es wirklich so toll, von “Tools in realistischen Classroomsettings” zu sprechen? Das geht doch auch anders, oder ist Ihr deutsches Vokabular inzwischen ähnlich verkümmert wie Ihre Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung? Schade.
    Reiner Laskowski, Deutschlehrer in Clermont-Ferrand (Frankreich)

  2. Wie ich mein erstes Buch veröffentlichte so um 2001, war eine der ersten Reaktionen, dass mir ein Leser es zurückschickte, alles korrigiert hat und den Preis zurückverlangte, mit dem Argument, das Buch kann er so nicht lesen. Das Buch wurde von 2 Profilektoren vorher geprüft – wo gibt es keine Fehler – und so hab ich es guten Gewissens im Eigenverlag publiziert. 5.000 verkaufte Exemplare gaben mir recht – ausverkauft nach fast 1 Monat. Und heute noch wird es nachgefragt – nur es gibt keines mehr. (Aber wir arbeiten an einem neuen 🙂 )
    Es gibt unter den Lehrer/innen leider genug, die ihre eigene Unfähigkeit etwas zu schaffen nur dadurch kompensieren können, indem sie die Schuld immer bei anderen und sich selbst als missverstanden sehen. So Schlagworte wie “interessierter Lehrer” zeigt doch, dass es diesem Herren sehr wohl bewusst ist, es gibt auch uninteressierte Lehrer.. Nur er ist – so schätze ich sein Posting ein – keiner davon, denn er ist ja einer auf der Seite der Ritter im Kampf gegen den Untergang der Sprache, eine Lichtgestalt umgeben vom Dunkel der Sprachlosigkeit. Man könnte vermuten: KEINER, aber auch wirklich KEINER fragt diese Lichtgestalten… das hat aber sicher einen guten Grund. Was bleibt ihnen übrig, als ihren Frust dann mit solchen Kommentaren loszuwerden. Mein Posting hat jetzt einen Fehler, er bekommt die Aufmerksamkeit, die er haben will und so dringend ersehnt. Das Schlimmst wäre, auch im WWW ignoriert zu werden, der letzten Gesellschaft, bei der Schutz und Trost sucht. Es gibt genug Jammer- und Endzeitforen für solche Menschen.
    Zu dir, lieber Thomas, du bist eine der Personen, die meinen schwindenden Glauben an Lehrer/innen hochhalten, die Hoffnung geben in dem was und wie du das machst. Ich schätze deine Ansätze, deine Ideen und Aktivitäten, ich bewundere deinen Einsatz, da es viel schwerer ist von Innen zu ändern, als von Außen zu schimpfen. Sollte der Herr das lesen, vielleicht könnte er ja mein Posting als Deutschlehrer korrigieren und mir senden, ich lerne jederzeit gerne dazu….

    • Das fatale ist psychologisch betrachte, wenn viele sich jetzt anders zu seinem Kommentar äußern, dann bestärkt ihn das noch mehr in seiner Einstellung. Extern kann so ein Mensch nie überzeugt werden. Dazu sind diese Menschen viel zu sehr von sich überzeugt! Aber es fragt sie ja niemand 🙂

  3. Peter,

    vielen Dank für deinen Kommentar des Kommentars!

    Ich denke, du hast die Motivation dieses Kommentars treffsicher aufgedeckt. Es passiert so häufig, dass Menschen, nur um für sich zu bestätigen, dass sie sich und ihre Praxis nicht ändern müssen, anhand weniger, für das eigentliche Problem unwichtiger Kritikpunkte, das Gesamtprodukt oder Konzept ablehnen. Die Kritik wird dann formuliert, um sich selber aufzubauen.

    Überspitzt formuliert wäre das so, als ob man die Validität der Relativitätstheorie negiert und sich überlegen fühlt, weil in ihrer Verschriftlichung Rechtschreibfehler zu finden sind.

    Thomas, ignorieren und weitermachen! 😉

    Herzliche Grüße,

    Stephan

  4. Lieber Herr Laskowski,
    ich finde es schade, seine Zeit mit Kommentaren zu vergeuden, die im Grunde nichts mit dem Thema zu tu haben.
    Même si je peux comprendre votre désir de défendre la langue allemande, que je partage par ailleurs ( étant également professeur d’allemand), je déplore que vous le fassiez avec si peu d’égards pour un collègue enseignant. Chaque chose à sa place et dans le respect de la langue, mais également de la personne.
    Bon dimanche à tous/toutes
    C. Jaeglin

    Bitte Kommentare eher über den Inhalt des Blogeintrags als über die Form.

  5. .. wär das hier Facebook: Ein LIKE für Peter, Stephan und C.Jaeglin… ich freu ich auf dein Buch, Thomas…Sprache ist da, um uns Menschen einander näher zu bringen, nicht um u s abzugrenzen ..

  6. Es geht hier nicht um Rechtschreibfehler, es geht eher darum, dass es nicht immer gut ankommt, wenn jemand seine Texte mit englischen (Fach)ausdrücken spickt. Keine Ahnung warum manche dies gerne tun ^^, aber …Geschmackssache!

    Das Posting des Herrn Strasser ist offensichtlich eine sehr persönlich motivierte, emotionale Werbeeinschaltung in eigener Sache. Durchaus legitim! Das Buch will ja verkauft werden. Sonst würde man die einzelnen Beiträge ja gleich im Netz publizieren.

    Wenn man bloggt, muss man auch mit Kritik rechnen und diese akzeptieren bzw. andere Meinungen gelten lassen!!!

    Den Inhalt des Buches wird man wohl erst für gut oder schlecht befinden können, wenn man es gelesen hat. 🙂

    • Jedes Posting ist Werbung in eigener Sache und natürlich wird es immer Kritik geben, der Ton macht aber die Musik. Ich erwarte mir von Lehrern/innen konstruktive Diskussionen, als Vorbild, denn die Verrohung des Umgangstons ist nicht nur auf Schüler/innen beschränkt. Thomas hat es verdient, dass seine Arbeit konstruktiv gewürdigt wird. Natürlich gibt es Wörter, die übersetzt niemand mehr verstehen würde. Das gefällt mir auch nicht, umgekehrt, wenn wir jedes Wort aus der deutschen Sprache entfernen, dass nicht germanischen Ursprungs ist, dann würden uns die verbleibenden Worte die Kommunikation nur mehr mit Händen und Füssen erlauben. Fachausdrücke zwangszuübersetzen bringt international gesehen gar nichts, ob uns das gefällt oder nicht.

  7. “Nun ist zwar keine Sprache von so fest gegliedertem Bau, dass nicht noch Veränderungen vieler Art in ihr vorgehen sollten.“ (Humboldt, S93)
    Dieses Zitat gibt zu bedenken, dass das Phänomen des Sprachwandels für die Gesellschaft von besonderem Interesse ist, um die Veränderung der Sprache zu erkennen und in die jeweilige spezifische Kommunikation einzubauen, aber auch um NutzerInnen der computervermittelten Kommunikationsräume auf diese spezifische Sprache vorzubereiten. Für Jugendliche und E-Learning-ExpertInnen, die sich mit „Apps“ für Tablets und Handys beschäftigen und in Clouds Texte speichern ist diese Art der Kommunikation nichts Fremdes, für ältere Generationen ist es oft jedoch eine neue Sprache-mit der man sich beschäftigen, sie in Bausch und Bogen ablehnen oder auch reflektiert betrachten kann.
    So zum Beispiel braucht man im Chat spezielle Chatausdrücke, auf sozialen Plattformen wird oft kleingeschrieben und in Lehrwerken über Web 2.0 wird auf englische Fachausdrücke zurückgegriffen. Der Gebrauch dieses Mediums führt dazu, dass sich die Sprache und ihre Normen verändern.
    Wo wären nun Ausdrücke wie Apps und Tools besser geeignet als in einem Werk über Web 2.0, vor allem in einem Kapitel, wo Fachleute auch zugleich Englisch unterrichten?
    Ich bin dankbar für den hier geführten Diskurs über die Veränderung der Sprache durch das Medium Internet, denn m. E. ist es wichtig verschiedenste legitime und fundierte Zugänge zu diskutieren, zu reflektieren und möglicherweise auch zu ändern.
    Wie auch in der mündlichen Kommunikation macht jedoch auch hier der Ton die Musik und gerade in einem schriftlichen Kommentar ist es ob der fehlenden Gestik und Mimik sehr leicht die Grenze zu beleidigenden Aussagen zu überschreiten und Personen damit dann direkt anzugreifen.
    Ich denke, dass An- und Untergriffe auf Personen weit ärger(licher) sind als der eine oder andere Rechtschreibfehler oder die Verwendung von englischen Fachausdrücken, wie immer man dazu stehen mag.
    Für mich persönlich wäre auch der weiterführende (europäische) Diskurs spannend, ob es nicht wieder an der zeit wäre zur mittelhochdeutschen rechtschreibung zurückzukehren, wo man konsequent klein schrieb. schon duden vertrat diese auffassung und die forderung nach einer gemäßigten phonetischen linie, wonach geschrieben werden sollte, wie man spricht. was für mich auch zählt: ich kann hier in derartigen postings einfach, sozusagen frei von der leber weg, schreiben, ohne mühsames korrekturlesen und ohne angst haben zu müssen, dass tippfehler oder/und rechtschreibfehler von anderen bekritelt werden. jedem sein medium jedem medium seine sprache.
    in diesem sinne lieben gruß an die autor/innen und auch an alle hier diskutierenden und kommentierenden
    Humboldt, von Wilhelm: Wirkung der Schrift. S 90 – 95. In: Helmes, Günther / Köster, Werner (2002): Texte zur Medientheorie: Stuttgart: Phillip Reclam.

    • Toll Ursula, du sprichst mir aus der Seele. Änderungen gab es immer.
      Dann gehen wir gleich zurück vor die Lautverschiebung oder noch weiter. Gäbe es diesen Fundamentalismus “da darf sich nie wieder was ändern” und was richtig ist “entscheidet eine Expertengruppe”, würden wir heute noch in urzeitlichen Guturallauten kommunizieren. Da ja bereits erste Wortbildungen Angst und Schrecken verbreitet haben müssen … Oder erinnere ich mich da falsch an meine Jugend vor einigen hundertausend Jahren, als mich meine Großeltern damals strafend rügten, beim Versuch nicht nur auf Dinge zu zeigen, sondern diese zeitgemäß zu beschreiben….

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